Meine Schwerpunkte im Bereich der Wissensvermittlung und der Politischen Bildung sind 
neben meinem Engagement in Qualifizierungsmaßnahmen für  (Langzeit-)Arbeitslose bei unterschiedlichsten Bildungsträgern  derzeit:


Strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt sind der Kern und die Wurzel meiner wissenschaftlichen Arbeit. Denn die Frage, warum Erwerbsarbeit — noch dazu verengt auf den Bereich abhängiger Beschäftigung — alle anderen gesellschaftlichen Teilsysteme derart dominiert, daß Arbeitsmarkt- bzw. Wirtschaftpolitik zu einem alles andere überlagernden politischen Thema wird, hat mich von Anfang an beschäftigt und letztendlich zu meinem Studium gebracht.

  • Hat sich das Modell der deutschen (Erwerbs-)Arbeitsgesellschaft angesichts von "Globalisierung", Struktur- und Wertewandel überlebt?
  • Ist eine lohn- und gehaltsarbeitszentrierte Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung mit dem ihr zugrundeliegenden Verständnis von Arbeit noch zeitgemäß?
  • Welche Auswirkungen haben die Veränderungen in der Ausgestaltung und dem Verständnis von Arbeit auf die Gesellschaft, das soziale Miteinander, und den Einzelnen?
  • Müssen die Fragen nach einem “Recht auf Arbeit” und die “Humanisierung der Arbeitswelt” wieder neu gestellt werden?
  • Wird Arbeit über die Dimension “Zugang zur Arbeit” wieder zum Gegenstand sozialer Spaltung?
     

Diese Fragen sind für mich von zentraler Bedeutung, denn in der Arbeitswelt kommen strukturelle Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft am deutlichsten zum Tragen; gleichzeitig greifen Veränderungen in der Arbeitswelt tief in alle anderen Lebensbereiche ein. Somit finden wir in der Gestaltung von Arbeit und Arbeitswelt zentrale Elemente für die Gestaltung unserer Zukunft, die es wissenschaftlich zu begleiten und zukunftsfähig zu formen gilt. Daran arbeite ich mit! Deshalb

  • veranstalte ich Seminare,
  • halte ich Referate und Vorträge,
  • führe ich Schulungen und Veranstaltungen durch,
  • bringe mich in Arbeitsgruppen und -prozesse ein, und
  • publiziere.


Beleuchten wir die Veränderungen in der Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf unsere Lebensgestaltung, kommen wir in einem erwerbsarbeitszentrierten Gesellschaftssystem wie dem unsrigen automatisch zu Fragen nach den Gründen, Folgen und Auswirkungen dessen, was wir heutzutage mit "Globalisierung" bezeichnen.

Denn nirgends schlagen sich die Folgen der Internationalisierung des Wettbewerbs und der Multinationalisierung der Wirtschaft deutlicher nieder als in der Gestaltung der Arbeitswelt, nirgends auch sind die strukturellen Veränderungen infolge von Liberalisierungen und Deregulierungen tiefgreifender. Dabei aber ist das Bild dessen, was "Globalisierung" eigentlich ausmacht, noch immer recht diffus. Handelt es sich bei der ”Globalisierung” bzw. ihren Auswirkungen wirklich um eine fundamentale Veränderung der politischen und gesellschaftlichen Ordnung? Oder verbergen sich hinter dieser “Konstruktion” nur durchsetzungsstarke Partikularinteressen?

  • Werden bisher individuell und gesellschaftlich gültige Ordnungen und bisher funktionierende soziale Systeme durch eine Fixierung auf einen weltumspannenden Marktmechanismus tatsächlich zu gesellschaftlichem Luxus, funktional ausgehebelt und in ihrer Existenz bedroht ?
  • Welche Bedeutung hat die konstatierte Neuformierung von Wirtschaft und Gesellschaft im globalen Zusammenhang für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und das soziale Miteinander ?

Mit meinen Arbeiten will ich dazu beitragen, die strukturellen Veränderungen, die sich hinter dem Schlagwort der "Globalisierung" verbergen, aufzuzeigen und zu analysieren, Alternativen zur vermeintlichen Sachzwanglogik zu entwickeln und auf diesem Wege eine verantwortungsvolle Gestaltung unser aller Zukunft zu ermöglichen.


“Stadt” bezeichnet für mich denjenigen Bereich, in dem sich die in den Themenfeldern “Globalisierung & Wirtschaft” und “Arbeitswelt & Leben”, aber auch “Bürgergesellschaft” herausgearbeiteten Veränderungen am sichtbarsten und für die Art unseres Miteinanders am unmittelbarsten niederschlagen.

Denn in der Art, wie wir Stadt erleben, Stadt gestalten und Stadt verstehen, kristallisieren Probleme wie Potentiale des gesellschaftlichen und ökonomischen Wandels besonders deutlich und bedeutsam: Ökologische Folgen und Raum-Zeit-Ordnungssysteme, öffentliche Einrichtungen und Infrastruktur — verkehrstechnische wie soziale — sind Ausdruck unseres Verständnis´ von und unserer Konsequenzen aus gesellschaftlichem Wandel.

Städte — egal welcher Größe — sind die Orte weitreichendster Durchmischung öffentlichen und privaten Raumes; in ihnen konkretisieren sich die Auswirkungen der Veränderungen in beiden. Denn Veränderungen des Sozialgefüges insgesamt, aber auch tiefgreifende Veränderungen individueller Lebensperspektiven, schlagen sich in der Gestaltung und der Nutzung des Raumes nieder.
Gleichzeitig sind die politischen Akteure auf lokaler und regionaler Ebene die direkten Adressaten unmittelbarer politischer Forderungen hinsichtlich des Umgangs mit den veränderten Bedingungen wirtschaftlichen und sozialen Lebens.

Und nicht zuletzt: In Städten wird “gelebt”, in ihnen gestalten sich die Lebenszusammenhänge wie auch sie selbst Lebenszusammenhänge gestalten. Denn Stadt symbolisiert die Sammlung und Verkörperung von Erfahrungen, Ideen und Lebensentwürfen und bezeichnet somit einen sozialen Organismus jenseits verwaltungstechnischer Kategorien.

  • Wie aber schlagen sich die strukturellen Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft in “der Stadt” nieder ?
  • Und was bedeutet dies für die Voraussetzungen unseres physischen und sozialen Miteinanders ?

Diese Ebene der Analyse und Beschreibung ist für mich die logische Verbindung zwischen den Fragen: “Was passiert eigentlich grundsätzlich?”, und: “Was bedeutet das für uns?” bzw.: “Welche Konsequenzen ziehen wir daraus?”, wie sie Gegenstand der Themenfelder Bürgergesellschaft und Zukunftsforschung sind


Fragen der Bürgergesellschaft gehören seit 1999 zu meinem Themenspektrum. Denn in diesem Jahr war ich für die Konzeptionierung und Ausgestaltung der Sommerakademie des Sekretariat für Zukunftsforschung (SFZ) zuständig. Und schon damals ging es mir ganz wesentlich um den Spagat, dem die Bürgergesellschaft in der politischen Diskussion — aber auch in der Ausbildung ihres Selbstverständnisses — angesichts der grundsätzlichen Veränderungen in ihren Rahmenbedingungen ausgesetzt ist:

  • Bietet die Bürgergesellschaft eine Form zur Regelung kollektiver oder gar gesellschaftlicher Konflikte, die die etablierte Politik ergänzen oder gar ersetzen kann, oder aber
  • dient der ja durchaus positiv besetzte Begriff letztlich nur zur Kaschierung eines Rückzugs des Staates aus Aufgaben, die er meint angesichts eines Globalisierungsparadigmas nicht mehr wahrnehmen zu können, und die er deshalb an uns Bürger zurückverweist ?
  • Was bedeuten die grundsätzlichen Veränderungen und Verschiebungen in Macht und Teilhabe, wie sie mit den Veränderungen in der Wirtschaft und der Arbeitswelt einhergehen, für die Art und Weise, wie und nach welchen Gesichtspunkten wir Gesellschaft und unser Zusammenleben organisieren ?

Gibt es schon — oder entstehen erst — wirklich neue Formen kollektiver Verständigung über gesellschaftliche Aufgaben, einzusetzende Instrumente und Lastenverteilung, die möglichst alle relevanten Interessen ausgewogen und zugleich der jeweiligen Situation angepaßt berücksichtigen? Und welche sind bzw. wären das? Und nicht zuletzt: Wie sind einzelne Instrumente wie public-private-partnership und Ehrenamt oder Lokale Agenda 21-Prozesse vor dem Hintergrund dieser Grundsatzfragen zu bewerten?

Diese Fragen sind keineswegs nur theoretischer Natur, sondern lassen sich für ganz konkrete Fälle stellen und untersuchen. Diesem Verständnis von anwendungsorientierter Wissenschaft fühle ich mich verpflichtet!


Wenn es darum geht, “denn Wandel zu begleiten” und ”die Zukunft zu gestalten”— wie es meinem Selbstverständnis entspricht —,  dann spielen Fragen zu Zukunftsentwürfen, zu Potentialen der gesellschaftlichen Veränderungen, zu deren Gefahren und Hoffnungen sicherlich eine zentrale Rolle. Diesen Fragen gehe ich nach!

Dabei bezeichnet der dafür verwendete Begriff Zukunftsforschung weder eine Disziplin im Sinne des akademischen Fächerkanons noch einen spezifischen Gegenstand — die Zukünfte oder gar die Zukunft —, sondern eine bestimmte Orientierung in der Art wissenschaftlichen Denkens: Ich sehe es als meine Aufgabe, strukturelle Veränderungen zu identifizieren und zu benennen, ihre möglichen, wahrscheinlichen, aber auch ihre wünschbaren Ausprägungen und Folgen (Zukünfte) aufzuzeigen und für die Gestaltung unserer Zukunft nutzbar zu machen; denn es geht um das Erkennen der Folgen höherer Ordnung und ihrer Bedeutung für zukünftige Gestaltungsspielräume und -notwendigkeiten.

Damit stellen sich natürlich auch methodische Fragen, denen auch ich nachgehe. Denn übergreifendes Ziel meiner Arbeit ist es, Orientierungs- und Handlungswissen zur Verfügung zu stellen und im Sinne von Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit Gestaltungsoptionen zu erarbeiten. Daran arbeite ich nicht zuletzt — in all meinen “Themengebieten” —, indem ich Öffentlichkeit für diese Themen erzeuge und, wo immer möglich, meine Erkenntnisse, Ideen und Gedanken in Diskussionen einbringe.

Lassen Sie uns gemeinsam die Ziele bestimmen und Wege suchen, unsere Zukunft verantwortlich zu gestalten!